Innovatives Wohnprojekt der DGM in Freiburg-Waltershofen - ausgelegt für Menschen, deren Bewegungsspielraum durch Alter oder Behinderung eingeschränkt ist
Innovatives Wohnprojekt der DGM in Freiburg-Waltershofen
Die Bedienung des Tablets ist auch über einen Joystick möglich, über den sich z.B. ein Küchenschrank herunterfahren lässt
Die Bedienung des Tablets ist auch über einen Joystick möglich
Vom Rollstuhl aus kann der Bediener über den Tablet-PC alle wichtigen Funktionen im Gebäude steuern
Vom Rollstuhl aus kann der Bediener über den Tablet-PC alle Funktionen im Gebäude steuern
Die xComfort-Funktaster von Eaton lassen sich einfach überall anbringen, per Schrauben oder Klebeband - ohne Unterputzdose, ohne Stemmen und ohne Leitungen
Die xComfort-Funktaster von Eaton lassen sich einfach überall anbringen

Mehr Flexibilität und Komfort für Menschen mit Bewegungseinschränkung

In Zusammenarbeit mit Eaton und Invacare hat der Spezialist für Gebäudeautomation HomeBrace ein einzigartiges Wohnkonzept entwickelt

Komfortable Heimautomation kann auch aus ganz anderer Perspektive besonderen Nutzen bieten: Für Menschen, deren Bewegungsspielraum durch Alter oder Behinderung eingeschränkt ist, stellt die Vernetzung von elektrischen Helfern über einen Tablet-PC oder Smartphone eine wichtige Hilfestellung dar. Wenn sich die Hängeschränke der Küche auf die richtige Höhe absenken oder Licht und Raumtemperatur von jedem Punkt im Haus aus regulieren lassen, gibt das den Menschen ein Stück Freiheit zurück. Die Basis für das Konzept bildet Eatons bewährtes Funksystem xComfort.
Hintergrund
Die Deutsche Gesellschaft für Muskelkranke e.V. (DGM) ist nicht nur die älteste, sondern auch die größte Selbsthilfeorganisation für Menschen mit neuromuskulären Erkrankungen in Deutschland. Ihren über 7.500 Mitgliedern bietet die Organisation Beratung und Hilfe. Gemeinsam mit dem in Urbach ansässigen Spezialisten für Gebäudeautomation HomeBrace und der Invacare GmbH, führend auf dem Gebiet der Hilfsmittelmobilität mit Sitz in Isny, hat die DGM ein innovatives Wohnprojekt in Freiburg-Waltershofen realisiert.

So hat die DGM zwei Appartements mit einer behinderten- und rollstuhlgerechten Ausstattung im Wohn-, Küchen- und Sanitärbereich konzipiert und umgesetzt. Diese sollten auf die speziellen Bedürfnisse von Personen mit neuromuskulären Erkrankungen abgestimmt sein. Die Idee dahinter war, einen Wohnraum zu schaffen, in dem Menschen mit körperlichen Behinderungen und ihre Angehörigen verschiedene Hilfsmittel und bauliche Maßnahmen nicht nur ansehen, sondern unter Alltagsbedingungen erproben können. Die Wohnungen erfreuen sich großer Beliebtheit und dienen als Anregung für die Planung eines eigenen behindertengerechten Wohnraums.

HomeBrace hat sich auf Lösungen spezialisiert, die ein intelligentes Wohnen im privaten Bereich als auch im Rahmen von Zweckbauten ermöglichen. Ob Beleuchtung, Heizung, Beschattung, Multimedia oder Zutrittskontrolle – innovative Gebäudeautomation bringt Vorteile mit sich, wie erhöhten Komfort, gesteigerte Wirtschaftlichkeit und Energieeffizienz sowie mehr Sicherheit. Doch für Menschen mit Bewegungseinschränkungen hat sie eine weitere Bedeutung: Sie kann ihnen ein Stück Freiheit und Unabhängigkeit geben. Da HomeBrace dieses Thema sehr am Herzen liegt, entwickelt das Unternehmen seit einiger Zeit spezielle Lösungen für das Wohnen mit Behinderung.
Herausforderung – Neue Tasks für ein bewährtes System
Das Herzstück der HomeBrace-Systeme ist der Controller, der die Sensoren und Aktoren für die Funktionen im Gebäude steuert. Hier bietet das Unternehmen mit dem MyBrace Controller easy eine Lösung für die Gebäudeautomation und mit der Variante classic die Option, auch digitale Medien ins System zu integrieren. Die komfortable Bedienung ist über die MyBrace App möglich. Eine zentrale Rolle im Konzept übernimmt das bewährte Funksystem xComfort von Eaton. Dieses umfasst vielfältige Sensor- und Aktor-Komponenten zum Schalten bzw. Kontrollieren aller erdenklichen Funktionen im Gebäude. Hierzu gehören Beleuchtung, Rollläden, Heizung, Lüftung, Fenster und Türen sowie elektrische Verbraucher generell.

Da alle xComfort-Teilnehmer drahtlos kommunizieren, ist die Installation von Funktastern, Schaltern, Steckdosen oder Heizkreisventilen selbst in bestehenden Gebäuden einfach, schnell und ohne Eingriffe in die bauliche Substanz möglich. Mit Hilfe von Schrauben oder Klebeband lassen sich die Schalter an jeder beliebigen Stelle anbringen. Dabei brauchen sie nicht mit den Aktoren oder dem Controller verdrahtet zu werden, da das System komplett über Funk kommuniziert. Nach der Installation der Aktoren und Sensoren im Gebäude führt HomeBrace die Funktionen über seinen Controller zusammen, parametriert die Geräte und verbindet sie mit dem lokalen Netzwerk sowie dem Internet. So können Anwender unabhängig von ihrem Aufenthaltsort zentral auf ihre Haustechnik zugreifen. Alleine in der DACH-Region und Skandinavien hat HomeBrace diese Lösung zur Gebäudeautomation bereits in über 5.000 Haushalten erfolgreich installiert.

Beim Wohnprojekt der DGM bestand die Herausforderung darin, dieses bewährte Konzept entsprechend zu adaptieren: Menschen mit Handicap sollten in die Lage versetzt werden, ihr häusliches Umfeld so umfassend wie möglich bedienen zu können.
Lösung – Flexibles Bedienkonzept für intuitive App
Im Rahmen des Projekts hat Homebrace eine spezielle App für Smart Phone oder Tablet-PC entwickelt, die an die Gegebenheiten der DGM-Wohnung angepasst ist. Diese App können die Nutzer je nach ihren physischen Fähigkeiten auf verschiedene Art und Weise bedienen: mit der Hand über den Touchscreen oder den Joystick, bei stark verminderter Handfunktion auch über eine Kopfsteuerung oder sogar mittels Augenbewegung – all diese Funktionalitäten sind auch bequem vom Rollstuhl aus möglich.

Täglich gleich ablaufende Szenarien lassen sich als Konfigurationen programmieren: Der „Nachtmodus“ zum Beispiel dimmt zu einer bestimmten Uhrzeit das Licht und schaltet den Herd und ungenutzte Steckdosen spannungsfrei; die Funktion „Bad nehmen“ umfasst die entsprechende Einstellung von Zimmerheizung und Licht sowie das Einlassen einer definierten Wassermenge bei vorgegebener Temperatur. Zudem ermöglicht das Konzept Handlungen, die für Nutzer eines Rollstuhls in der Regel ohne fremde Hilfe kaum denkbar sind: auf Knopfdruck die Hängeschränke der Küche oder die Kleiderstange aus der Garderobe auf die richtige Höhe abzusenken, selbstständig zu telefonieren oder das TV Programm umzuschalten. So gibt es vielfältige Szenarien, und HomeBrace ist in der Lage, die Lösung je nach individuellen Bedürfnissen und Krankheitsbild entsprechend zu adaptieren.

Möglich werden all diese Funktionen, da die xComfort-Komponenten in der Lage sind, nicht nur Befehle zu empfangen und auszuführen, sondern auch Statusrückmeldungen an den Controller zurückzugeben. Dabei ist das Konzept der Funktechnik so ausgelegt, dass selbst bei größerer räumlicher Ausdehnung keine Router notwendig sind, denn jede einzelne Komponente verstärkt selbst das Funksignal. Das System wird dadurch sehr zuverlässig. HomeBrace hat xComfort bereits in Anwendungen mit bis zu 2.000 m2 Fläche erfolgreich eingesetzt.
Ergebnis – Unendliche Breite der Anwendungsbereiche
„Wir arbeiten schon seit mehreren Jahren mit Eaton zusammen. Dieses Projekt ist ein zusätzlicher Beweis dafür, dass wir uns für die optimale Technik entschieden haben“, resümiert Thomas Rosner, Geschäftsführer der HomeBrace Germany UG. „Momentan sehe ich keine Alternative zu xComfort am Markt. Dieses Produkt bleibt innovativ. Es gibt nichts Flexibleres als drahtlose Systeme, und aus meiner Erfahrung gibt es in der drahtlosen Bustechnologie nichts Zuverlässigeres als xComfort. Die Breite der Anwendungsbereiche kennt keine Grenzen. Jetzt haben wir unser Portfolio um Lösungen für Wohnen mit Behinderung und altersgerechte Assistenzsysteme erweitert. Mal schauen, was als Nächstes ansteht. Gebäudeautomation hat unserer Ansicht nach noch viel Potential.“

Hier sehen Sie ein Video, wie das ganze in der Realität funktioniert.

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